PiSÉ für Camberg
Realisierung eines Pavillons aus Stampflehm
Lehrende:
Prof. Elke Reichel
M.Sc. Katharina Frell-Dik
Dipl.-Ing. Martin Hamann
M. Arch. Ananda Wiegandt
In einer Welt zunehmender Geschwindigkeit und Reizüberflutung stellt sich die Frage, wie Architektur Räume der Wahrnehmung und des Innehaltens schaffen kann. Ein Pavillon aus Stampflehm soll bewusst einen Ort der Entschleunigung bieten, der die menschlichen Sinne in den Mittelpunkt stellt.
Gemeinsam mit der Heinz-Stillger Stiftung möchten wir diesen Pavillon realisieren. Er soll in Bad Camberg, einem Kurort und ältesten hessischen Kneippheilbad, entstehen. Das Baugrundstück liegt zwischen Baumkronen und in unmittelbarer Nähe zu einem Kneipptretbecken.
Der Entwurf geht aus dem Heinz-Stillger-Wettbewerb 2024 hervor, den wir gemeinsam mit der Stiftung durchgeführt haben. Gebaut wird der Pavillon aus dem Material Lehm, das in der Region – insbesondere in der Kneipp-Tradition – eine lange Anwendungsgeschichte hat.
Aufgabe
Das Projekt beginnt in diesem Semester mit der Planungsphase. Jede*r Teilnehmende bearbeitet zwei Arbeitspakete, die frei aus verschiedenen Themenbereichen gewählt werden können, darunter Grundlagenarbeit wie die Vermessung des Baugrundstücks oder die Recherche der baurechtlichen Situation, die Recherche zu Material und Bauweise (Stampflehm) oder die Erstellung konkreter Planungszeichnungen und Detailentwürfe für die Umsetzung.
Alle Arbeitspakete sind Teil der realen Planung und bilden die Grundlage für die bauliche Umsetzung. Jede*r Teilnehmende übernimmt damit Verantwortung für einen Teil der Planung, der im nächsten Schritt umgesetzt wird. Es besteht die Möglichkeit, die eigenen Planungsteile in den folgenden Semestern auch selbst baulich zu realisieren – die Teilnahme daran ist jedoch keine Voraussetzung; das Seminar kann auch auf dieses Semester beschränkt absolviert werden.
Die Bearbeitung kann in Einzel- oder Partnerarbeit erfolgen und wird individuell abgestimmt.
Organisation und Zeitplan
Die Bearbeitung erfolgt flexibel nach Absprache und wird durch regelmäßige Besprechungstermine begleitet (auch online möglich). Pro Teilnehmenden sind zwei Arbeitspakete zu bearbeiten.
Ihr könnt frei wählen, wann und wie ihr die Bearbeitung organisiert, und individuelle Termine mit uns abstimmen, die am besten in euren Zeitplan passen. Die Arbeit erfolgt in flexibel vereinbarten Terminen innerhalb folgender Zeiträume:
Termine:
• Option 1: Juni 2026 (Arbeitspaket 1)
August 2026 (Arbeitspaket 2)
• Option 2: Juni 2026 (Arbeitspaket 1 & 2)
• Option 3: August 2026 (Arbeitspaket 1 & 2)
Einführungsveranstaltung: 15.04.2026 /// 11:00Uhr (Pflichttermin für Anmeldung)
Exkursion: Anfang Juni 2026
Die Leistung wird anerkannt, sobald beide Arbeitspakete innerhalb der genannten Zeiträume abgeschlossen sind.
Du bist herzlich eingeladen, auch bei der späteren baulichen Umsetzung mitzuwirken. Sei Teil des Projekts von Anfang an: Übernimm Verantwortung in der Planung und gestalte aktiv mit, wie der Pavillon realisiert werden soll.